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Ein Wasserspielplatz, der den Niedergang der SPÖ aufzeigt

  • Sunday, 18. July 2021 @ 14:47
Die Krone berichtet: ein Wasserspielplatz wurde von der Penzinger SPÖ-Bezirksvorsteherin eröffnet. Der Wasserspielplatz hat unter der Woche jeweils drei Stunden (sic!) offen.

Der sogenannte Wasserspielplatz besteht aus Planschbecken und Wasserschläuchen aus dem Baumarkt, die auf einer abgelegenen Betonfläche in der prallen Sonne aufgestellt werden. Am Wochenende ist geschlossen. Die Kinder, die sich einen “Wasserspielplatz” gewünscht haben, haben sich wahrscheinlich etwas anderes darunter vorgestellt. Und selbst wenn nicht, dann ist haben sie zumindest anderes verdient.

In den 20er und 30er-Jahren hat das Rote Wien große, eigene Schwimmbäder nur für Kinder gebaut, um eben jenen Abkühlung und ihren Eltern etwas Entspannung zu bringen. Von solchen großen Ansprüchen scheint die Sozialdemokratie nicht einmal mehr zu träumen. Ihr Fokus liegt vielmehr auf der mächtigen Baulobby und der Zubetonierung der Flächenbezirke. Je mehr Asphalt, desto besser. Das wird sich rächen. 2021 zeigt schon wieder, wie viel Wien eigentlich dringend machen müsste, damit die Hitzesommer der Zukunft einigermaßen erträglich sind. Das ist vor allem auch eine soziale Frage. Die reichen Eltern fahren mit ihren Kindern ans Meer oder auf Land, manche haben auch ihren Privatpool. Doch wer in den vor allem von Hitze betroffenen Bezirken wohnt und sich solch einen Luxus nicht leisten kann, ist von Angeboten der öffentlichen Hand abhängig. Da haben sich Kinder in einer der reichsten Städte der Welt besseres verdient als kleine Planschbecken auf Beton.

Es wird einmal mehr klar: Die SPÖ hat keine Vorstellung mehr davon, was Wien wirklich braucht und verwaltet ihr Erbe lieblos und ohne jegliche Ansprüche, in Wien wirklich etwas zu verbessern.

Julia Prassl, Sprecherin der Jungen Linken Wien