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KPÖ verurteilt feigen und hinterhältigen Angriff auf ATIGF-Lokal und Komintern-Tagung

  • Sunday, 27. October 2013 @ 22:02
Antifaschismus Rund 30 bis 40 bewaffnete Rechtsradikale haben am Sonntag Räumlichkeiten des türkischen Migrantenvereins ATIGF in Favoriten überfallen, als dort gerade ein Treffen der Gewerkschaftsorganisation KOMintern (Kommunistische Gewerkschaftsinitiative – International) stattfand. Es gab einen Verletzten. Neun verdächtige Angreifer wurden zwischenzeitlich - laut Polizei - festgenommen.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Meine, unsere vollste Solidarität gilt - auch wenn in nicht wenigen Fragen nicht unbedeutende Differenzen zwischen uns bestehen mögen - der ATIGF und den linken Gewerkschafts-AktivistInnen, die heute Adressaten eines feigen und hinterhältigen Angriffs einer organisierten Gruppe von Neo-Nazis wurden."

Auch Nikolaus Lackner, Spitzenkandidat der KPÖ Niederösterreich bei den letzten Landtags- und Nationalratswahlen, pflichtet dem bei: "Die Tatsache, dass es zu solch einem Angriff in unserem Land kommt, ist nicht nur verurteilenswert, sondern der Angriff muss, so meine ich, einen Aufschrei aller AntifaschistInnen und aller DemokratInnen dieses Landes auslösen."

In diesem Zusammenhang verweist Lackner auch auf die jüngsten Aussagen von Johann Gudenus, der laut Profil erklärt hatte: " „Jetzt heißt es ‚Knüppel aus dem Sack!‘ für alle Asylbetrüger, Verbrecher, illegalen Ausländer, kriminellen Islamisten und linken Schreier!", Jetzt werde „aufgeräumt in unserem schönen Österreich“.

Lackner abschließend: "Ich hoffe, das LVT Wien wird trotz der Tatsache, dass dort knappe 40 % freiheitliche Gewerkschafter als gute Interessensvertreter sehen, seinem verfassungsmäßigen Auftrag nachkommen und die Hintergründe wirklich aufzuklären versuchen. Leider lassen die ersten Aussagen den Medien gegenüber anderes befürchten."