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Lebensmittel werden erheblich teurer - Haushalte mit niedrigem Einkommen sind die Verlierer*innen

  • Thursday, 23. July 2020 @ 08:37
Was manche erwartet und andere befürchtet haben, ist nun amtlich. Laut neuesten Zahlen der Statistik Austria lag die Inflationsrate (Teuerung) im Juni insgesamt zwar nur um 1,1 Prozent über dem Wert vom Juni 2019.

Sehr stark angestiegen sind jedoch die Preise für Lebensmittel. Fleisch wurde um 6,1 Prozent teurer, Obst wurde +7,6 % teurer. Für Milch, Käse und Eier musste im Schnitt um 3 Prozent mehr bezahlt werden, Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich moderat (+1,3 Prozent), Gemüse kostete gleich viel.

Die Preise für Wohnung, Wasser, Energie stiegen binnen Jahresfrist im Schnitt um 2,3 Prozent. Die Mieten allein legten um 3,7 Prozent zu.

Preisdämpfend wirkte, nichtzuletzt aufgrund der Produktionseinschränkungen aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie, die Verbilligung der Treibstoffpreise, die im Jahresvergleich um 18,2 Prozent zurück gegangen sind. Da die Inflation Haushalte mit niedrigem Einkommen – Working Poor, ArbeitnehmerInnen in atypischen Arbeitsverhältnissen, die Mehrzahl der Pensionisten und Pensionistinnen - am stärksten belastet, erhebt die KPÖ seit vielen Jahren folgende Forderungen.


+ einen gesetzlichen Preisstopp für Grundnahrungsmittel durch die Regierung und Einführung von Preiskontrollen

+ eine Neuberechnung des Verbraucherpreisindex auf der Basis der tatsächlichen Ausgaben der großen Mehrheit der arbeitenden Menschen (Mikrowarenkorb)

+ die Wiedereinführung und Anwendung des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH)


Ps.: Wie auch die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichten beträgt die Inflation beim "Mikrowarenkorb" +3,6 Prozent. Der Mikrowarenkorb enthält überwiegend Nahrungsmittel und spiegelt den täglichen Einkauf wider.*


* https://www.nachrichten.at/wirtschaft...15,3275697