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Arbeitswelt

Opel Aspern: „Ein langsamer Tod”

  • Tuesday, 2. February 2021 @ 11:36
So sehen es zumindest die Beschäftigten. Am 10. Oktober 2020, ist der letzte Motor im Opel-Werk vom Band gelaufen. Damit gingen 40 Jahre Motorenproduktion in Aspern zu Ende und weitere 270 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Bereits 2019 waren an die 400 „abgebaut“, jedoch mit Hilfe der Stadt Wien sozial aufgefangen worden, diesmal unterbleibt auch das. Dabei ist nicht einmal bekannt, was aus der Klage der Gewerkschaft gegen die „Lohnabschmelzung“ von 2015 geworden ist – damals akzeptierten die Arbeiter einen 2%igen Lohnverzicht, wenn das Unternehmen ein ausreichendes Produktionsvolumen sicherstellt – wozu es allerdings nie gekommen ist, deshalb auch die Klage.
Die Eigentümerin, die französische PSA-Gruppe (Peugeot S.A.), beteuert, dass sie – vorerst – die Produktion des 6-Gang-Getriebes MB6 für Benzin-Modelle aufrechterhalten will. Der Bau dieser Getriebe läuft noch drei Jahre. Der Wiener Gemeinderat hatte im Juni 2018 für diese Linie eine Förderung von einer Million Euro beschlossen, dies aber ohne Auflagen für den Erhalt der Arbeitsplätze. Daher ist damit zu rechnen, dass 2023 auch die Produktion des MB6-Getriebes eingestellt wird, da einerseits die Benzinautos, für die dieses Getriebe gebaut wird, ein Auslaufmodell darstellen (E-Autos brauchen kein Getriebe), andererseits die Produktion im Zwei-Schicht-Betrieb mit der verbleibenden Belegschaft aus 500 Personen (130 davon Angestellte) nicht mehr gewinnbringend aufrechterhalten werden kann.

Mehr zum Thema auf http://kaktus.kpoe.at/article.php/202...2153910434

Arbeitslosigkeit: Erschreckende Zahlen

  • Monday, 4. January 2021 @ 13:20
Heute präsentierte das AMS die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit. Rund 520.000 Menschen waren im Dezember ohne Erwerbsarbeit, zusätzlich waren rund 420.000 in Kurzarbeit.

Auch in Wien sind die Zahlen beängstigend: die Zahl der "als arbeitslos vorgemerkten Personen ist im Dezember 2020 im Vergleich zum Dezember 2019 um 24,3 Prozent auf 156.496" angestiegen, zusätzlich befinden sich fast 30.000 Menschen in Kursen. "Die Summe beider Gruppen ist um 22,6 Prozent größer geworden. (...) Im Jahresvergleich ist die Zahl der Über-50-Jährigen, die arbeitslos oder in Schulung sind, um 23,5 Prozent größer geworden, die der Unter-25-Jährigen um 15,5 Prozent." Die Zahl arbeitsloser Frauen ist doppelt so stark angestiegen ist wie die der Männer.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Die finanzielle Lage wird für hunderttausende Menschen in ganz Österreich von Woche zu Woche schwieriger, die Maßnahmen der Bundesregierung, Armut und Perspektivlosigkeit zu verhindern, beschränken sich aber trotzdem großteils auf PR-Aktivitäten." Notwendig sind, so Zach, "die sofortige Erhöhung des Arbeitslosengeldes, Maßnahmen im Bereich der Notstandshilfe und der Mindestsicherung sowie eine weitere Verlängerung des Miet-Moratoriums bzw. ein Erlass von Mieten, wie von der KPÖ seit Monaten gefordert, für zumindest 6 Monate."

Weiters erachte die KPÖ, so Zach, einen Stopp der Abschaltung von Strom und Gas durch öffentliche bzw. teil-öffentliche Anbieter für ein Gebot der Stunde - damit niemand in einer dunklen Wohnung sitzen und frieren muss.

Eine Grafik sagt mehr als 1000 Worte

  • Sunday, 2. August 2020 @ 09:28
Eine Grafik, die zeigt, dass der Sozialstaat Österreich in einem zentralen Bereich kein Sozialstaat ist. Entnommen der Facebook-Site des GLB.

Im GLB (Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB), der seit Jahrzehnten mit der KPÖ politisch zusammenarbeitet, arbeiten Mitglieder der KPÖ und Nicht-Mitglieder der KPÖ, gemeinsam für eine linke Gewerkschaftspolitik, die sich in Wort und Tat um die Interessen der arbeitenden Menschen kümmert.

75 Jahre ÖGB sind Anlass für kritische Reflexion

  • Tuesday, 14. April 2020 @ 18:03
Die Gründung des ÖGB am 15. April 1945 ist zwar (soweit das Corona-bedingt möglich ist) auch ein Grund zum Feiern, muss vor allem aber ein Anlass für eine selbstkritische Reflexion von 75 Jahren Gewerkschaftspolitik sein, meint Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Dass 1945 von Johann Böhm (SPÖ), Lois Weinberger (ÖVP) und Gottlieb Fiala (KPÖ) anstelle der in der 1. Republik bestehenden Richtungsgewerkschaften ein einheitlicher, überparteilicher Gewerkschaftsbund als Interessenvertretung der Lohnabhängigen gegründet wurde, ist ein historischer Fortschritt. Das dabei abgelegte Bekenntnis gegen Krieg und Faschismus ist bis heute eine Verpflichtung weit über die gewerkschaftliche Tätigkeit hinaus.

Was der kleine GLB im großen ÖGB so alles bewirken kann

  • Monday, 30. March 2020 @ 13:05
Gestern forderte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian in der ORF-Pressestunde eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes (gegenwärtig liegt die Nettoersatzrate ja bei bescheidenen 55 Prozent des letzten Einkommens).

Wir Kommunisten und Kommunistinnen unterstützen dies voll und ganz. Und wir freuen uns, dass die vom GLB (Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB) am 20. März erhobene Forderung aufgegriffen und im Detail sogar noch erweitert wurde.

Zudem weisen wir darauf hin, dass die KPÖ seit vielen, vielen Jahren eine deutliche Erhöhung der Nettoersatzrate für ALLE Arbeitslose fordert --> http://wien.kpoe.at/article.php/2009020213491495

Es braucht mutige und sozial gerechte Maßnahmen gegen den Klimawandel

  • Wednesday, 18. September 2019 @ 10:58
Wir sagen:

+ Der öffentliche Verkehr gehört ausgebaut! Der Nahverkehr auf dem Land und in der Stadt soll gratis sein.

+ Österreich soll bis 2030 aus fossilen Energieträgern aussteigen - dazu braucht es umfassende Förderungen für erneuerbare Energien.

+ Gesunde Nahrungsmittel müssen für alle Menschen in Österreich leistbar sein.

Am 29. September: ✘ KPÖ - Alternative Listen, KPÖ PLUS, Linke und Unabhängige

#wirkoennen #nrw19 #derkapitalismuskilltdasklima #kpoe #TeamIvo #TeamElke #TeamZeynep #TeamClaudia

Opel will weitere 400 Beschäftigte kündigen!

  • Friday, 5. July 2019 @ 10:36
Ein Rück- und Ausblick auf die Entwicklungen im Asperner Opel-Werk

2017 veräußerte der Mutterkonzern General Motors die ihm seit 1929 gehörende deutsche Automarke Opel an die französische Groupe PSA, Europas zweitgrößten Autohersteller. PSA implementierte einen konzernweiten Effizienzplan, demzufolge bisher 30% der Fixkosten gespart werden konnten. Auch im Asperner Opel-Werk, das Getriebe und Motoren herstellt, wird seitdem ein noch schärferer Sparkurs gefahren als bisher.

Um weiter zu lesen, auf das (linke) Kaktusbild klicken!

Politische Repression: Ist der Rechtsstaat noch ein Rechtsstaat?

  • Wednesday, 14. November 2018 @ 14:29
In Bayern werden seit Monaten Hausdurchsuchungen durchgeführt und Anklagen gegen Menschen erhoben, die durch das Tragen von Fahnen der YPG auf Demonstrationen bzw. aufgrund des Postens von YPG-Fahnen im Internet ihre Solidarität mit dem kurdischen Widerstand gegen die IS-Faschisten bekundet haben. In Bayern gab es auch schon mehrere Verurteilungen in der Causa.*

In Österreich wird gegenwärtig mittels des berühmt-berüchtigten Terroparagraphen 278b gegen die türkische Organisation "Anatolische Föderation " vorgegangen. Mitglieder und Freunde des türkisch-österreichischen Kulturvereins werden wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vor Gericht gezerrt.

Vorgeworfen wird den Angeklagten u.a. die Teilnahme an einer Demonstration am 1. Mai 2015, aber auch die Organisation von Fußball-Turnieren oder die Bewerbung von Konzerten der bekannten türkischen Band "Grup Yorum".**

Sollten AktivistInnen tatsächlich wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation verurteilt werden, so drohen bis zu zehn Jahre Haft. Beobachter sehen viele Parallelen zum Prozess gegen Tierschutz-AktivistInnen, mit welchem vor einigen Jahren versucht wurde, die Tierschutz-AktivistInnen zu kriminalisieren.

Ein interessanter Artikel zum jüngsten Prozess, der kürzlich in Wien über die Bühne geht, findet sich auf http://www.antiimperialista.org/de/co...mit-haken.

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