23 Millionen Gewinn für die GESIBA im Jahr 2024
Pressestelle - Wien
27. März 2025
Die Gewinne der GESIBA steigen seit 20 Jahren an. 2024 waren es 23 Millionen Euro! Das stößt sogar dem Rechnungshof auf: Er fordert, dass die „Gewinne im Sinne der Gemeinnützigkeit auch an die Mieterinnen und Mieter weiterzugeben“ sind.
Millionen an Vergütungen für die Vorstände
Die Mieten steigen, so auch die Gewinne. Deshalb wäre es interessant zu wissen, wie hoch die Bezüge der Vorstände der GESIBA sind. Können sich diese überhaupt noch in die Lebensrealität von uns Mieterinnen und Mieter hineinversetzen? Für uns macht es einen Unterschied, ob die Mieten monatlich um 20 Euro steigen oder nicht!
Im aktuellen Prüfbericht des Rechnungshofs ist zu lesen, dass „Angaben zu den Gesamtbezügen der Vorstände unterbleiben dürfen, wenn diese Vergütungen weniger als drei Personen betreffen“. Zum Glück bestand der GESIBA-Vorstand letztes Jahr exakt aus drei Mitgliedern, und so ist ersichtlich, dass die GESIBA 1,4 Millionen Euro für diese drei Personen aufwendete. Das sind pro Vorstand über 466.000 Euro im Jahr oder mehr als 33.000 Euro im Monat. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Gehalt von ArbeiterInnen beträgt knapp 26.000 Euro – aber im Jahr!
Erfolg nach Protest am Eisring Süd
MieterInnen sollten sich immer zusammenschließen und gemeinsam gegen die Vermieter auftreten. Egal, ob es sich dabei um Konzerne, private oder öffentliche Vermieter handelt. Am Eisring Süd konnten wir MieterInnen die GESIBA dazu bringen, ihren Handlungsspielraum zu nutzen. Die Mieten (korrekt der Kapitaldienst) werden bis Ende 2025 nicht erhöht. Danach steht jedoch schon die nächste Erhöhung ins Haus. Und die Menschen fragen sich zurecht, warum die Stadt Wien nichts gegen die steigenden Lebenskosten unternimmt.