Bezirksprogramm der KPÖ Liesing
Pressestelle - Wien
6. April 2025
April 2025
Wir setzen uns dafür ein, dass in Liesing das Angebot an Gemeindewohnungen massiv ausgeweitet wird, um den rasant steigenden Mieten entgegenzuwirken. Bestehende Gemeindebauten müssen erneuert und an den Stand der Zeit angepasst werden. Dazu braucht es Konzepte, die die Bedürfnisse der bestehenden Bewohner:innen ernst nehmen und berücksichtigen. Eine sinnvolle Bau- und Widmungspolitik muss öffentlichen Wohnbau statt privater Investorenprojekte vorantreiben – nur so können bedarfsgerechte Wohnungen, niedrige Mieten und Nachhaltigkeit auch im Sinne unnötiger Bodenversiegelung sichergestellt werden. Dies betrifft gerade auch die Nutzung leerstehender Gewerbeimmobilien, statt der Versiegelung von neuen Flächen.
Wir setzen uns dafür ein, dass im Flächenbezirk Liesing die Erschließung durch öffentliche Verkehrsmittel ausgeweitet wird: Eine bessere Anbindung durch Buslinien macht den Verzicht aufs Auto attraktiver und steigert die Lebensqualität aller Bewohner:innen im Bezirk. Fahrintervalle müssen verkürzt werden, der Ausbau bestehender Linien muss geprüft werden. Vor allem aber müssen die Verkehrsknotenpunkte Liesing und Atzgersdorf barrierefrei, mit kurzen Wegzeiten am Bahnhof wie auch zu Anschlussverbindungen und damit zugänglich für alle gestaltet werden.
Wir setzen uns dafür ein, dass Liesing – ein Bezirk, der immer „jünger“ wird – Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und junge Familien verbessert. Es muss sichergestellt werden, dass der Bedarf an Betreuungseinrichtungen, Kindergruppen und Schulen im Hinblick auf die wachsende Zahl an Familien rechtzeitig gedeckt wird. Bildung muss kostenlos und ganztags für alle sein. Wir fordern eine Initiative zur Schaffung eines breiteren Angebots an Jugendzentren, Sportflächen und Förderungseinrichtungen. Darüber hinaus muss geprüft werden, welche Betonflächen (Wände) für die kreative Umgestaltung freigegeben werden können (siehe etwa Bahnhof Atzgersdorf).
Wir setzen uns dafür ein, dass in Liesing als Stadtrandbezirk ein breiter und diverser Zugang zu Kultur für alle Bewohner:innen möglich ist. Kulturpolitik im Bezirk muss den Anspruch haben, zeitgenössische Kunst und Kultur zu ermöglichen und erlebbar zu machen. Das schließt speziell auch, die Aufwertung des Bezirksmuseums und eine einladende Gestaltung des öffentlichen Raumes ein – und damit mehr Orte des Austauschs, mit Begrünung, Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang; aber auch die Förderung des Breitensports im Bezirk durch entsprechende Unterstützung von Vereinen und Initiativen.
Was allen gehört, was alle betrifft, darüber sollten auch alle mitentscheiden.Wir setzen uns dafür ein, dass die Einwohner:innen in Liesing etwa durch regelmäßige Befragungen besser in Entscheidungen eingebunden werden – und nicht nur im Nachhinein informiert werden. Daher halten wir das direkte Gespräch mit Bewohner:innen für besonders wichtig.
Daher treten wir ein für einen Bezirk, in dem sich alle frei und ohne Angst bewegen können, in dem alle Menschen eine leistbare Wohnung haben, in dem alle Menschen Zugang zu einer guten Sozial- und Gesundheitsversorgung haben, in dem es öffentliche Plätze und Grünraum mit hoher Aufenthaltsqualität für alle gibt, in dem Junge und Alte ein entsprechendes Angebot an Freizeit-, Bildungs- und Kultureinrichtungen vorfinden, in dem alle Menschen mitbestimmen können, in dem kein Mensch illegal ist.
Am 27. April in der Liesing: KPÖ und LINKS wählen!