Die Spitzenkandidat:innen der KPÖ Favoriten

Pressestelle - Wien

27. März 2025

Florian Birngruber (40) ist Angestellter und bereits seit 2020 Bezirksrat in Favoriten. Barbara Urbanic (43) arbeitet in der Verwaltung im Wissenschaftsbereich, wohnt seit 20 Jahren im Bezirk und ist auch Spitzenkandidatin der KPÖ Wien bei den Gemeinderatswahlen.

Beide setzen sich für folgende Kernanliegen der KPÖ ein:

* Für leistbares Wohnen, gegen die Spekulation mit Wohnungen und für mehr günstige Gemeindewohnungen

* Für gratis Öffis und deren Ausbau insbesonders in den Flächenbezirken.

* Für mehr Kassenärzte sowie bessere Rahmenbedingungen für die Pflege.

* Für die Energiegrundsicherung, also einen kostenlosen Grundbedarf an Strom und Wärme.

* Für soziale Sicherheit, die kein Restposten in den öffentlichen Budgets sein darf.

Rotes Favoriten: Die KPÖ ist derzeit nicht im Gemeinderat vertreten. Wie stehen die Chancen, dieses Mal hineinzukommen?

Barbara Urbanic: Besser denn je, denke ich. Es gibt zwar eine Fünfprozenthürde, um in den Gemeinderat einzuziehen, was für kleinere Parteien eine Herausforderung ist. Bei den Europa- und Nationalratswahlen 2024 haben wir aber in Wien vier Prozent erreicht. Wir sind also schon ganz nah dran! In Gesprächen merken wir, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich eine Politik im Interesse aller hier lebenden Menschen wünschen – damit Themen wie leistbares Wohnen und Heizen, ein gutes öffentliches Gesundheitssystem, soziale Absicherung, kurzum: eine lebenswerte Stadt für alle WienerInnen, zentral für die Stadtpolitik werden. Deshalb am 27. April KPÖ wählen, damit in Wien eine soziale Opposition im Gemeinderat und in den Bezirksvertretungen garantiert ist

Rotes Favoriten: Was konnte die KPÖ in den letzten Jahren in der Favoritner Bezirksvertretung erreichen?

Florian Birngruber: Meine Erfahrung als Favoritner Bezirksrat zeigt, dass der Bezirk ohne die sozialen Anregungen, ohne die Anfragen und Anträge der KPÖ um vieles ärmer wäre. Wir haben in unserer Zeitung „Rotes Favoriten“ in den letzten fünf Jahren regelmäßig über unsere Initiativen berichtet. Nun besteht die Chance, dass wir mit einem guten Ergebnis unsere Mandate in der Bezirksvertretung verdoppeln können. Dies hätte zur Folge, dass wir in der Bezirksvertretung den Klubstatus erhalten, der mit mehr Einflussmöglichkeiten verbunden ist. Mit zwei Mandaten könnten wir noch mehr für die Bevölkerung bewirken. Sorgen bereitet mir die Tatsache, dass an die vierzig Prozent der FavoritnerInnen gar nicht wahlberechtigt sind und damit politisch ausgegrenzt werden. Dies stellt ein großes demokratiepolitisches Problem dar. Ungeachtet dessen werde ich mich als Bezirksrat für alle einsetzen, die in Favoriten wohnen, egal ob sie wahlberechtigt sind oder nicht.