Gegen die soziale Kälte: KPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus weitet Teuerungs-Kampagne auf das „untere Grätzel“ aus
Gegen die soziale Kälte: KPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus weitet Teuerungs-Kampagne auf das „untere Grätzel“ aus
Bezirksgruppe
23. April 2026
RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS/WIEN. Die KPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus zieht eine erste Bilanz ihrer Kampagne „Preise runter“ und kündigt für die zweite Aprilhälfte einen klaren Schwerpunkt an. Nach erfolgreichen Infoständen an stark frequentierten Knotenpunkten wie der Johnstraße beim Meiselmarkt, der Burggasse/Stadthalle und der Hütteldorfer Straße, rückt nun gezielt der „untere 15. Bezirk“ südlich der Bahngleise in den Fokus.
Kein Grätzel wird vergessen: Präsenz unterhalb der Schienen
In den letzten Wochen haben die Aktivistinnen und Aktivisten der KPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus hunderte Gespräche geführt. Doch während beim Meiselmarkt das Thema Teuerung omnipräsent ist, will die KPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus sicherstellen, dass auch die Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohngebieten „unter den Schienen“ gehört werden.
„Wir wollen den unteren 15. Bezirk nicht vergessen. Gerade dort, wo weniger Durchgangsverkehr herrscht, aber tausende Menschen von massiven Mieterhöhungen und explodierenden Energiekosten betroffen sind, ist der Redebedarf riesig“, erklärt Lukas Wurzinger, Sprecher der KPÖ im 15. Bezirk. In der zweiten Hälfte der Kampagne wird die KPÖ daher verstärkt in diesen Vierteln mit Infoständen und Haustürgesprächen präsent sein.
Mietenstopp als brennendes Thema
Der Zeitpunkt für die Ausweitung der Aktion ist kein Zufall. Da die Frist für den bisherigen Schutzdeckel abgelaufen ist, dürfen Vermieter im Altbau und bei Kategoriemieten nun wieder kräftig aufschlagen. Für viele Haushalte im 15. Bezirk, dem ärmsten Bezirk Wiens, ist das Ende der Fahnenstange damit erreicht.
Die Forderungen der KPÖ bleiben klar: Ein sofortiger gesetzlicher Mietenstopp, echte Preiskontrollen bei Lebensmitteln und eine Energiegrundsicherung, die sicherstellt, dass niemand im Dunkeln oder Kalten sitzen muss. „Sätze wie ‚Mir kann niemand mehr helfen‘ hören wir an den Türen immer öfter“, so Wurzinger weiter. „Aber wir sagen klar: Alleine ist man der Teuerung ausgeliefert, aber gemeinsam sind wir eine Kraft. Nur wenn wir uns als Gesellschaft zusammentun, können wir genug Druck für echte Veränderungen aufbauen.“
Infostände und direkte Hilfe
Neben den politischen Forderungen geht es bei den kommenden Terminen im unteren Teil des Bezirks vor allem um den direkten Austausch. Die KPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus informiert bei ihren Infoständen nicht nur über die Kampagne, sondern bietet auch Raum für Vernetzung. Wer sich gegen die soziale Kälte wehren will oder einfach nur das Gespräch sucht, findet die Aktivistinnen und Aktivisten in den nächsten Tagen direkt im Grätzel.