KPÖ auf Seite der Gemeindebau-Mieter:innen


KPÖ auf Seite der Gemeindebau-Mieter:innen
Pressestelle - Wien
7. April 2026
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Im Gemeindebau am Handelskai 214 wohnen mehrere tausend Menschen. Viele von ihnen haben ein Problem: Ihre Wohnungen sind von Schimmel betroffen. Doch vom Vermieter Wiener Wohnen heißt es: Selber Schuld!
Doch daran glaubt Max Veulliet von der KPÖ Leopoldstadt nicht: „Eine Wohnung mit Schimmel kann Eigenverschulden sein – mehr als hundert Wohnungen mit Schimmel sind ein grundlegendes Problem!“ Immer mehr Mieterinnen und Mieter schließen sich jetzt einer neuen Mieteraktion an, um sich gegen Wiener Wohnen und das Nichtstun der Stadtregierung zu wehren. „Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen“, sagt Initiator Vedat Göksu, der mit seiner Familie auf Stiege 17 wohnt. „Wir haben es satt, dass man im Gemeindebau wie Dreck behandelt wird.“ Die Mieteraktion will jetzt mit allen Anwohner:innen ins Gespräch kommen und Druck machen, dass sich etwas ändert.
Mieterhöhung belastet Familien
Im selben Gemeindebau wurden viele Mieter:innen mit neueren Mietverträgen im letzten Jahr unangenehm überrascht. Mit nur zwei Monaten Vorwarnung wurde die Miete um 50% angehoben, weil eine Wohnbau- Förderung auslief. „Zwei Monate Vorlaufzeit sind viel zu kurz, um das Familienbudget so umzustellen, um vierhundert Euro mehr Miete zu zahlen“, sagt eine verzweifelte Alleinerziehende. Die KPÖ kritisiert, dass Wiener Wohnen als städtisches Unternehmen hier jegliche Fürsorgepfl icht vernachlässigt hat. „Man hätte zumindest ein Jahr vorher Bescheid sagen müssen, um Härtefälle abzufedern und im Notfall kleinere Wohnungen zu vermitteln“, findet Max Veulliet.
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„Die Stadt Wien sollte ein gutes Vorbild für alle Vermieter der Stadt sein. Das ist sie gerade nicht!“
Schimmel als Grund für Mietsenkung
Auch eine Mietzinssenkung bei Wohnungen, die stark von Schimmel befallen sind, hat Wiener Wohnen abgelehnt. Dagegen setzen sich Mieter:innen jetzt zur Wehr. Sie haben sich an die Schlichtungsstelle der MA50 gewandt und juristische Hilfe gesucht. „Wir haben Angst um unsere Gesundheit und um die unserer Kinder“, sagen viele. Wiener Wohnen würde höchstens oberflächlich übermalen, der Schimmel komme bald wieder – wenn überhaupt etwas geschehe. Die Kundenbetreuung des städtischen Vermieters ist für viele kaum erreichbar. „Wir werden immer nur vertröstet“, sagt eine Anwohnerin von Stiege 15.
Sich selber helfen
Die neue Mieteraktion soll helfen. „Wenn wir viele sind, dann können wir viel erreichen“, so Vedat Göksu. Er will damit auch für weitere Gemeindebauten in der Leopoldstadt ein Vorbild sein. „Gemeinsam sind wir stark!“ Die KPÖ Leopoldstadt unterstützt die Mieteraktion tatkräftig vor Ort. „Die Stadt Wien sollte bekannt sein als bester Vermieter der Stadt – nicht als schlechtester Vermieter. Doch den Rathausparteien scheint egal zu sein, welche Zustände bei Wiener Wohnen herrschen“, erklärt Max Veulliet abschließend.