Mario Memoli

KPÖ: „Niemand glaubt noch an die Lüge vom unpolitischen ESC.”

Pressestelle - Wien

16. Mai 2026

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„Der Songcontest bietet Israel die Möglichkeit von ihren Verbrechen abzulenken, und der EU, sich vor einem jungen Publikum als fortschrittliche Werteunion zu verkaufen”, erklärt Memoli.

„Es ist offensichtlich, dass Ausschlüsse von Künstler:innen nur dann vorgenommen werden, wenn es zufällig in die geopolitischen Interessen passt”, meint Mario Memoli, Landessprecher der KPÖ Wien. „Bei der Entscheidung, welche Länder teilnehmen dürfen, fällt die vermeintlich unpolitische Fassade des Songcontests. In Wahrheit geht es darum, jungen Menschen die EU als friedliebende, fortschrittliche Werteunion zu verkaufen. Kritik an diesem verzerrten Bild der EU hat beim ESC keinen Platz.”

Israel nutze den Songcontest laut KPÖ als Bühne, um sich vor dem europäischen Publikum als progressiv und demokratisch zu inszenieren. „Der Songcontest bietet die perfekte Gelegenheit, um von Völkermord, Vertreibung und Apartheid abzulenken. Um den Bewerb in ihrem Sinne zu beeinflussen, lässt Israel auch einiges an Geld fließen”, erklärt Memoli mit Verweis auf einen Bericht der Wiener Zeitung. 

„Der ESC dient seit langem dem Einschwören junger Menschen in Europa auf eine europäische Identität. Das Ziel: die Idee vom starken Brüssel und schwachen Nationalstaaten soll an Beliebtheit gewinnen”, meint Memoli. Die Teilnahme Israels sowie der Ausschluss von Russland oder Belarus würden laut KPÖ offenlegen, dass der ESC ein Narrativ von einer westlichen Gemeinschaft konstruieren soll. „Als KPÖ kritisieren wir die Verbrechen Russlands und die Verbrechen Israels. Die etablierten Parteien verstecken sich hinter Floskeln und beugen sich voll und ganz dem Kurs der EU.”

Rückfragehinweis:

Johannes Lutz
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