KPÖ zu Hitzerekord: Stadtregierung versagt bei Hitzemanagement auf voller Länge


KPÖ zu Hitzerekord: Stadtregierung versagt bei Hitzemanagement auf voller Länge
Pressestelle - Wien
29. Juni 2026
KPÖ Wien kritisiert, dass es am Wochenende kaum „Coole Zonen” gibt, und die Stadtregierung die Preise für die städtischen Bäder mit Anfang des Jahres schon wieder erhöht hat. Memoli: „Wer wenig im Geldbörserl hat, leidet stärker unter der Hitze”.
„Es ist unfassbar, dass die Stadtregierung die Wiener:innen immer mehr für den Besuch der städtischen Bäder blechen lässt”, kritisiert Memoli. „Mit Anfang des Jahres wurden die Eintrittspreise für Wiener Bäder schon wieder um über sechs Prozent erhöht. In Zeiten, in denen sowohl die Teuerung als auch Temperaturen in die Höhe schießen, ist das eine Zumutung”. Das zeige laut KPÖ, dass es SPÖ und Neos nicht um das Wohl der Wiener Bevölkerung geht. „Für Prestigeprojekte wie der Event-Halle in St. Marx ist Geld da, für leistbare Abkühlung aber nicht”, so Memoli.
„Es ist ein Armutszeugnis, dass die Stadtregierung sogenannte ‘Coole Zonen’ anpreist, dann aber fast alle von ihnen am Wochenende geschlossen sind”, führt Memoli fort. „Was es bei diesen Rekordtemperaturen braucht, ist ein breites Angebot kostenloser und konsumfreier Räume, in denen die Wiener:innen der Hitze entfliehen können”. Die KPÖ weist darauf hin, dass unterschiedliche Bevölkerungsschichten unterschiedlich stark unter der Hitze leiden. Memoli: „Für manche ist die Hitze ein gravierender Einschnitt in die Lebensqualität, andere können mit ihrem Geldbörserl Abhilfe schaffen”.
Aufgabe der Stadt wäre es zudem, für ausreichend Hitzeschutz in den Gemeindebauten zu sorgen. „Während die Stadt mit Anfang Mai tausenden Mieter:innen immense Mieterhöhungen aufgetischt hat, wird gegen die Hitze in den Gemeindewohnungen nichts unternommen”. Die KPÖ fordert die Stadt auf zu prüfen, in welchen Gemeindebauten Rollläden flächendecken angebracht werden könnten. Für Neubauten brauche es zudem Auflagen um zu gewährleisten, dass von vornherein ausreichend Sonnenschutz angebracht ist.
Wer unter dem Klimawandel am Stärksten leidet, ist laut KPÖ immer auch eine Frage der Einkommensverteilung. „Die Reichsten tragen für den Klimawandel die größte Schuld, aber die wenigsten Folgen”, erklärt Memoli. „Um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir den Kapitalismus bekämpfen. Ein System, das die Profite einzelner Weniger über das Gemeinwohl stellt, interessiert sich auch nicht für die Umwelt”. Laut KPÖ sei der Kapitalismus unvereinbar mit einer sozial- und klimagerechten Gesellschaft.
Rückfragehinweis:
Johannes Lutz
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+43 670 55 14 700