KPÖ macht Jagd auf Leerstand in Wien

Pressestelle - Wien

5. April 2025

Kay-Michael Dankl, KPÖ-Vizebürgermeister von Salzburg, und Barbara Urbanic, KPÖ-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl, trafen sich Donnerstagmittag zur gemeinsamen Leerstands-Safari in Wien-Neubau. Geschätzt 100.000 Wohnungen stehen in Wien leer – das ist jede zehnte! „In Wien stehen so viele Wohnungen leer wie es in ganz Salzburg-Stadt gibt. Gleichzeitig finden junge Menschen und Familien keine leistbaren Wohnungen”, sagt der Salzburger Vizebürgermeister Dankl.

Die Leerstands-Safari beginnt auf der Mariahilfer Straße vor einer Riesen-Baustelle – René Benkos Schicki-Micki-Einkaufszentrum. Seit eineinhalb Jahren steht die Baustelle still, weil Benkos Unternehmenskonstrukt platzte. „Statt Spekulation und Leerstand brauchen die Wiener:innen leistbaren Wohnraum. In Wien steht sieben Mal so viel leer, wie im ganzen Vorjahr gebaut wurde. Das ist wohnungspolitisch ein Wahnsinn”, sagt Urbanic: „Während Superreiche wie Benko mit Immobilien spekulieren und damit Profite einfahren, müssen wir alle für Mieterhöhungen blechen. So darf’s nicht weitergehen.”

Der nächste Safari-Stopp ist in der Breite Gasse 15. Hier steht ein geschichtsträchtiges Haus seit 25 Jahren leer. Der Eigentümer, ein Anwalt, lässt das Haus verfallen. Abreißen kann er dank der Schutzzone nicht. „Wenn Immobilienbesitzer Häuser verfallen lassen, anstatt sie zum Wohnen zu nutzen, muss die öffentliche Hand einschreiten. Wien braucht eine Leerstandsabgabe, um Spekulanten zu stoppen. Denn Wohnungen sind zum Wohnen da”, sagt Urbanic. „Eine Leerstandsabgabe wie wir sie fordern trifft nicht die Wohnung von der Oma, die ein paar Monate leersteht, sondern Investoren, die mit ihren krummen Geschäften Millionen einsack’ln.” Das Geld, das mit einer Leerstandsagabe lukriert wird, soll für den öffentlichen Wohnbau zweckgebunden sein.

„In Salzburg hat sogar die ÖVP nach jahrelangem Druck aus der Opposition eine Leerstandsabgabe eingeführt”, sagt Dankl: „Die SPÖ hat das in Wien zwar vor jeder Wahl versprochen, aber nie umgesetzt. Deshalb braucht es eine verlässliche Stimme für leistbares Wohnen im Gemeinderat, damit die Wahlversprechen nach der Wahl nicht wieder unter den Tisch fallen.”

Zu guter Letzt wird Jagd auf das Alte Posthaus in der Zollergasse 31 gemacht. Dort, wo seit zehn Jahren ein Haus leersteht, wollte ein Investor hochpreisige Eigentumswohnungen bauen lassen. Jetzt ist er in Konkurs. Die Mietpreiserhöhungen seien auch auf Leerstand zurückzuführen, erklärt Urbanic. „Die Explosion der Mietpreise der letzten Jahre zeigt, dass wir das Thema Wohnen nicht der Profitlogik des Marktes überlassen dürfen.” Im Wahlprogramm fordert man daher die “großflächige Wiederaufnahme der Errichtung von Gemeindewohnungen” sowie „die lückenlose Sanierung und Instandhaltung bestehender Bauten.” Für den privaten Mietmarkt fordert man unter anderem ein „Wohn-Pickerl” gegen Horror-Häuser. Vermieter:innen sollen alle drei Jahre die Bewohnbarkeit des Hauses nachweisen müssen. Horrorhäuser und Spekulationsbauten, die in unbewohnbarem Zustand sind, sollen vergesellschaftet und wieder nutzbar gemacht werden.

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Bildhinweis:Fotos anbei zur freien redaktionellen Verwendung.Weitere Fotos unter: https://www.flickr.com/photos/193283987@N02/with/54428264388

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