KPÖ Neubau: Grüne Werbeeskapaden müssen aufhören

Pressestelle - Wien

25. März 2024

Wie durch einen Bericht der WZ bekannt geworden ist, gibt der Bezirk Neubau im Jahr 2024 561.000€ für „Information und Öffentlichkeitsarbeit“ aus – also für Werbung. Das sind 17,8€ pro Einwohner:in. Ganz besonders oft abgebildet wird dabei der Grüne Bezirksvorsteher Markus Reiter. Der Nachbarbezirk Josefstadt gibt mit 132.000€ nur knapp ein Viertel dieser Summe aus.

Viele der Marketinganstrengungen am Neubau gehen an der Lebensrealität der Menschen im Bezirk vorbei. Die Hauptausgaben konzentrieren sich auf Kampagnen, die wenig zur Verbesserung der Lebensumstände vieler Bewohner beitragen. Insbesondere die beträchtlichen Ausgaben für die “Einkaufsstraßen Neubau” und “Neubau gemeinsam” in Höhe von insgesamt 180.000 Euro spiegeln nicht die tatsächlichen Bedürfnisse wider.

Der KPÖ Neubau-Sprecher dazu: „Die Grünen sollen Bezirksvorsteher Reiter doch bitte mit Parteigeld bewerben und das eh immer knappe Bezirksbudget für Dinge ausgeben, die den Menschen am Neubau nutzen.“ Solche Projekte wären unter anderem mehr Geld für die Instandhaltung der Kindergärten im Bezirk (bisher 88.000€) oder ein neues öffentliches WC in zentraler Bezirkslage (momentane Kosten für die vier öffentlichen WCs im Siebten: 192.000€).

Dass ein Bezirk über Sachen informieren muss, stehe außer Frage. Es sei aber zumindest hinterfragenswert, ob der Neubau bei knapp über 30.000 Einwohner:innen eine eigene Standortmarke brauche, zu der Reiter geradezu zynisch festhält, das werde „nicht billig“. „Die Wiener Bezirke sollten auf wirtschaftliche Zusammenarbeit setzen, anstatt sich mit einem Standort-Wettkampf gegenseitig Konkurrenz zu machen“, so der Sprecher abschließend.

Die KPÖ ist momentan nicht in der Bezirksvertretung im siebten Bezirk vertreten.