KPÖ Wien kritisiert geplante Preiserhöhungen bei Öffi-Jahreskarte

Pressestelle - Wien

26. Juni 2025

Was bislang nur als Gerücht kursierte, wurde gestern von Finanzstadträtin Barbara Novak bestätigt: Die Preise für die Jahreskarte der Wiener Linien und die Gebühren für das Parken sollen deutlich erhöht werden. Die konkreten Zahlen werden zwar erst im Sommer präsentiert – doch die gewählte „Zwei-Schritte“-Strategie lässt nichts Gutes erwarten. Zuletzt war von Erhöhungen zwischen 100 und 150 Euro die Rede.Dabei hatte Bürgermeister Ludwig im Herbst noch versprochen: Der Preis der Jahreskarte bleibe „2025 und 2026 sicher bestehen“, weil „soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz oberste Priorität“ hätten. So wie die Bundes-SPÖ Bablers “Koalitionsbedingung” Vermögenssteuern längst fallen lies, bricht auch in Wien die Sozialdemokratie ihre Versprechen. Für Mario Memoli, Landessprecher der KPÖ Wien, verdeutlicht sich hier: „Die SPÖ verspricht vieles, wenn das Wahljahr lang ist.Am Ende muss sie aber nicht an ihren Wahlkampfreden, sondern ihrer tatsächlichen Politik gemessen werden.”Besonders zynisch ist die Begründung für die Teuerung: Novak verweist darauf, dass auch das Klimaticket massiv verteuert wurde – eine Argumentation, mit der sich SPÖ-Politiker:innen gegenseitig die Verantwortung zuschieben, während die Bevölkerung die Rechnung zahlt. Für die KPÖ ist klar: Die Misswirtschaft aus 80 Jahren SPÖ-Dauerregierung darf nicht auf dem Rücken der Bevölkerung saniert werden. „Ob auf dem Wohnungsmarkt, in Private-Equity-Fonds oder Privatkliniken – in Wien werden gewaltige Profite gemacht. Es gäbe viele Möglichkeiten, beim großen Reichtum abzuschöpfen, statt Menschen mit normalen Einkommen auszupressen“, so Memoli. Mobilität sein ein Grundrecht – kein Luxus. Wer umweltfreundlich unterwegs ist, dürfe nicht zur Kasse gebeten werden. Statt steigender Ticketpreise brauche es endlich einen kostenlosen öffentlichen Verkehr für alle. Das entlaste Menschen mit geringem Einkommen, schütze das Klima und bringe mehr Lebensqualität für alle.