Raum für Kunst im Bezirk
Pressestelle - Wien
9. April 2025
Die Nachfrage nach Raum für Kunstproduktion steigt. Das Angebot ist viel zu klein, die Preise meist absurd hoch. Mit Kunst Geld zu verdienen ist für viele Künstler:innen eine große Herausforderung. Ohne Brotjob geht das oft gar nicht. Das unsichere, unregelmäßige Einkommen macht das dauerhafte Anmieten von Ateliers zu einem existenziellen Risiko.
Eine Kunst- und Kulturstadt wie Wien muss es schaffen, den hier arbeitenden Künstler:innen langfristige, stabile und mit geeigneter Infrastruktur ausgestattete Arbeitsräume zu bieten. Das „Atelierhaus Wien“, das ab 2027 etwa 100 Atelierplätze schaffen soll, ist dabei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Stadt und der Bezirk müssen die von Künstler:innen in jahrelanger Arbeit aufgebauten Strukturen unterstützen und darüberhinaus an neuen arbeiten.
Es geht nicht um eine Ausstellung oder einen temporären Arbeitsplatz, es geht um die grundsätzliche, dauerhafte Verankerung von künstlerischer Praxis in der Gesellschaft, im Grätzl. So muss es ein Ziel der Bezirksvertretung sein, wieder ein Haus im 5. Bezirk für künstlerische Produktion in Form von Ateliers für 50-100 Künstler:innen zu erschließen, nachdem im August 2024 Künstler:innen die Bräuhausgasse 31 nach nicht einmal einem Jahr Nutzung räumen mussten. Darüber hinaus muss ein kostenfreier Ausstellungsraum für im Bezirk arbeitende Künstler:innen in Betrieb genommen werden.