Römersthalgasse 9-17: Gemeindebau soll auf Initiative der KPÖ nach Widerstandskämpferin benannt werden


Römersthalgasse 9-17: Gemeindebau soll auf Initiative der KPÖ nach Widerstandskämpferin benannt werden
Pressestelle - Wien
11. März 2026
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KPÖ - Florian Rath: „Mit der Umbenennung wollen wir an das Leben und Wirken der Simmeringer Kommunistin Theresia Meller erinnern.“
„Drei Tage nach dem Weltfrauentag haben wir einen wichtigen Schritt für die Sichtbarkeit von Frauen im antifaschistischen Widerstand gesetzt“, freut sich der Simmeringer KPÖ-Bezirksrat Florian Rath. Auf Initiative der KPÖ Simmering hat die Bezirksvertretung in ihrer heutigen Sitzung die Wohnbaustadträtin aufgefordert, den bisher unbenannten Gemeindebau in der Römersthalgasse 9-17 nach der Simmeringer Widerstandskämpferin Theresia Meller umzubenennen.
„Die Simmeringerin Theresia Meller wohnte in der Nähe des heutigen Gemeindebaus. Bis zu ihrer Hinrichtung im Alter von nur 26 Jahren 1945 hat sie wertvollen Widerstand gegen den Austrofaschismus und später den Nationalsozialismus geleistet. Sie hat Flugblätter verteilt, ein Leitungsmitglied der Wiener KPÖ bei sich aufgenommen und mit Sympathisant:innen vernetzt, woraus auch Widerstandstätigkeiten im Simmeringer Gaswerk entstanden.“, so Rath. „Die NS-Diktatur warf ihr Feindbegünstigung und Wehrkraftzersetzung vor und lies sie daraufhin hinrichten. Sie steht symbolisch für die vielen Kommunist:innen, die für Österreichs Freiheit von den Nazis ermordet wurden.“
Meller kämpfte zuerst in der Sozialistischen Arbeiterjugend und später in der kommunistischen Roten Hilfe und der KPÖ gegen die faschistische Diktatur der Austrofaschisten und der Nationalsozialisten. Der größte Teil des organisierten Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Österreich wurde von Kommunist:innen getragen. „Die Erinnerung an die von den Nazis ermordeten und die wenigen überlebenden kommunistischen Widerstandskämpfer:innen ist kaum sichtbar. Die Umbenennung des Gemeindebaus ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt für die Erinnerungskultur Wiens“, so Rath. „Gleichzeitig sind nur rund drei Prozent der Gemeindebauten nach Frauen benannt, obwohl es viele inspirierende Frauen in der Geschichte Österreichs, Wiens und Simmerings gibt. Dieser Schieflage wollen wir ganz bewusst entgegenwirken.”, so Rath abschließend.
Rückfragehinweis:
Johannes Lutz
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+43 670 55 14 700