Wir kümmern uns um jeden Dreck

Pressestelle - Wien

2. April 2025

Dosen, Zigaretten, Verpackungen und altes Gerümpel – all das lässt sich in der Brigittenau gerade dort finden, wo es nicht hingehört: Auf Grünflächen, vor Hauseingängen und manchmal sogar in den Hausfluren. Nicht nur der Müll, sondern auch die Beschwerden über den Müll häufen sich. Auch der KPÖ Brigittenau wird bei ihren Haustürgesprächen immer wieder vom zunehmenden Müllproblem im Bezirk, besonders bei der Jägerstraße, berichtet. Manche Anrainer ärgern sich dabei, dass einige wenige, denen der Bezirk egal ist, durch ihr Verhalten die Grünflächen rund um ihre Wohnung vermüllen. Die KPÖ hat die Angelegenheit nach einer Aktion im Jänner nun erneut selbst in die Hand genommen. Am Samstag den 22. März wurde gemeinsam mit Anrainern der Müll auf den Grünflächen rund um die U6 Station Jägerstraße weggeräumt.

“Uns ist eine saubere Brigittenau ein großes Anliegen, wir wollen nicht, dass unser Bezirk im Müll versinkt. Während die Innenstadt sauber gehalten wird, wird unser Bezirk von der Stadtpolitik systematisch vernachlässigt. Es braucht endlich echte Lösungen für das Müllproblem. Wir schlagen als ersten Schritt regelmäßige zusätzliche Reinigungsaktionen unter der Einbindung der Bevölkerung und mit fairer Aufwandsentschädigung vor”, so Matthias Kaltenböck, Spitzenkandidat der KPÖ im Bezirk. Über eineOnline-Meldestelle, können Müllansammlungen im Bezirk an die KPÖ gemeldet werden, die genau dokumentieren möchte, wo die Problemstellen liegen.

Das immer wiederkehrende Müllproblem reiht sich ein in ein jahrelanges Ringen um die Wiedereröffnung des Mistplatzes für den 20 und 2ten Bezirk. Der Mistplatz wurde aus fadenscheinigen Gründen während der Corona Pandemie vor 5 Jahren geschlossen. Eine zeitnahe Lösung dafür ist aber nicht in Sicht. Bereits 2023 hat die KPÖ Brigittenau mit einer Petition, die von über 500 Brigittenauern unterschrieben wurde, Druck für die Wiedereröffnung des Mistplatzes Zwischenbrücken gemacht. Außerdem wurde die Verlegung der Einfahrt als schnell umsetzbare Maßnahme vorgeschlagen.Von den Verantwortlichen in der Stadtregierung wurden aber keine echten Schritte gesetzt. “Wir werden weiterhin Druck für die Wiedereröffnung des Mistplatzes Zwischenbrücken machen. Anstatt die Brigittenauer weitere 5 Jahre auf einen neuen Mistplatz warten zu lassen, braucht es Maßnahmen, die sofort wirken,” so Nathalie Burkowski, Listenplatz 2 der KPÖ Brigittenau. Ohne Mistplatz landet der Sperrmüll oft einfach auf der Straße oder im Stiegenhaus und belastet die Geldbörse der Brigittenauer. So haben sich bei den Haustürgesprächen der KPÖ viele Bewohner über die gestiegenen Betriebskosten wegen illegaler Sperrmüllabladungen im Stiegenhaus beschwert. “Es ist kein Wunder, dass einzelne ihren Müll auf der Straße abladen, wenn es seit Jahren keinen Mistplatz in der Nähe gibt und von der Stadtpolitik nur Stillstand zelebriert wird. Wenn das so weitergeht, ist die Brigittenau bald nicht nur Wiens ärmster, sondern auch dreckigster Bezirk”, so Burkowksi weiter.