Bürgermeister Ludwig auf den Spuren von Marie Antoinette

Wien-Energie, zu 100% im Eigentum der Gemeinde Wien, erhöhte mit 1. Jänner den Strompreis in Wien um 17,8 Prozent. Betroffen: 800.000 Haushalte. Die Folgen: für viele Menschen mit geringem Einkommen wird leistbares Wohnen immer unerschwinglicher.

Gestern erklärte Bürgermeister Ludwig nun: In Wien trete man „steigenden Energiepreisen mit der Einrichtung einer Energie-Ombudsstelle und finanzieller Unterstützung entgegen“.

Wir lernen: Getreu dem Motto von Marie Antoinette (Wenn Sie kein Brot haben, dann sollen Sie gefälligst Kuchen essen) sagt Ludwig: Wer sich steigende Strompreise nicht leisten kann, der möge sich von der Energie-Ombudsstelle beraten lassen und hoffen, dass ein gut gelaunter Sachbearbeiter ein Almosen gewährt.

Ps.: Eine allgemeine finanzielle Unterstützung, die Ludwig andeutet, gibt es in Wien nicht. 2013 hat die Koalition aus SPÖ und Grünen den Heizkostenzuschuss (garantierte 200 Euro pro Jahr für finanziell schwache Haushalte) nämlich abgeschafft.