Solarmetropole Wien?

Letzte Woche übte sich die Stadtregierung mal wieder in PR – inkl. Gebrauch der neuesten Mode-Wörter. „Wiener Photovoltaik-Offensive ist ein starker Booster für die Energiewende“ wurde kundgetan.

Bis 2025 soll die Produktion von Sonnenstrom verfünffacht werden, bis 2030 soll die Produktion von Sonnenstrom 16-mal höher sein als 2020, denn die „Energiewende ist ein zentraler Baustein auf unserem Weg zur klimaneutralen Stadt“, so Klimastadtrat Czernohorszky.

2030, so das auf den ersten Blick sehr ambitionierte Ziel, sollen in Wien 530.000 Menschen mit Strom aus Photovoltaikanlagen versorgt werden.

Ein genauerer Blick auf die Zahlen (auch wenn diese nicht top-aktuell sind) zeigt jedoch, dass die Stadtregierung aus SPÖ und Grünen, die von 2010 bis 2020 im Amt war, den Ausbau der Photovoltaik vollkommen verschlafen hat. Der Anteil an erneuerbarem Strom für die Stromerzeugung aus Photovoltaik/Geothermie liegt in Wien bei äußerst bescheidenen 0,6 Prozent. Im Bundesländervergleich belegt Wien damit auch – wenig überraschend – den letzten Platz.