Deutliche Mieterhöhungen drohen – KPÖ fordert rasche Maßnahmen

Anfang April wird es auf Grund des gesetzlichen Mietpreis-Automatismus sowohl bei den Richtwertmieten (für Wohnungen der Kategorien A, B und C, die nach dem 28.2.1994 vermietet wurden, kann der Vermieter, wenn er nicht einen angemessenen Mietzins verlangen darf, den Richtwertmietzins vereinbaren) als auch bei den Kategoriemietzinsen (Wohnung wurde vor dem 28.2.1994 vermietet) wieder einmal zu Mieterhöhungen kommen.

Von der Erhöhung der Richtwert-Mieten sind in ganz Österreich rund 750.000 MIeter*innen betroffen, von der Erhöhung der Kategorie-Mieten werden 150.000 Haushalte betroffen sein.

Josef Iraschko, Mietrechtsexperte der KPÖ und Klubobmann von LINKS-KPÖ in der Leopoldstadt: „Mieterhöhungen von 7 bis 8 Prozent sind eine Hiobsbotschaft für 100.000e Menschen. Die Bundesregierung, aber auch die Wiener Stadtregierung sind aufgefordert, auf die Erhöhung der Mieten komplett und ersatzlos zu verzichten.“

Susanne Empacher, Bezirksrätin auf der Landstraße und stellvertretende Landessprecherin der KPÖ-Wien, erinnert daran, dass die KPÖ die sogenannte „Valorisierung“ von Mieten, welche in den 90er Jahren von einer SPÖVP-Bundesregierung beschlossen wurde, seit Anbeginn bekämpft, „weil es dadurch in regelmäßigen Abständen automatisch zu Mieterhöhungen kommt und eine Teuerungs-Spirale in Gang gesetzt wird.“