It´s not a class war until we fight back

Vermögen von Mark Zuckerberg:

2009: $2,000,000,000

2021: $117,600,000,000

Jeff Bezos Vermögen:

2009: $6,800,000,000

2021: $192,200,000,000

Bill Gates:

2009: $40,000,000,000

2021: $132,400,000,000

Mindesteinkommen 2009: $7.25 2021: $7.25

Das kumulierte Vermögen aller Milliardär*innen ist seit Beginn der Pandemie nach Berechnungen von Forbes um beispiellose fünf Billionen US-Dollar gestiegen. Das ist ein größerer Zuwachs als in den 14 Jahren vor der Pandemie zusammen.

Auch interessant die Jahresverdienste der CEOs von Gaming-Konzernen:

Robert Antokol, Playtika, 372.008.176 Dollar

Robert Kotick, Activision Blizzard, 154.613.318 Dollar

Andrew Paradise, Skillz, 103.321.052 Dollar

Andrew Wilson, Electronic Arts, 34.715.802 Dollar

Frank Gibeau, Zynga, mit 32.003.768 Dollar. 

Das ergibt das folgende „CEO Pay Ratio“ – also eine Gegenüberstellung um wie viel höher das Gehalt des CEOs im Vergleich zum Medianeinkommen der Mitarbeiter ist:

Glu Mobile: 1 zu 96

Take-Two: 1 zu 252

Electronic Arts: 1 zu 316

Zynga: 1 zu 324

Gamestop: 1 zu 650

Activision: 1 zu 1.560

Robert Kotick verdient also das 1.560fache (!) des Durchschnittsverdiensts seiner Mitarbeiter.

Dieses Verhältnis wird alljährlich mit dem „Fat Cat Day“ gefeiert. In Österreich war das der 9. Jänner 2022.

Im Schnitt hat ein ATX-CEO zuletzt rund 2,1 Mio. Euro verdient.

Wie haben sich eigentlich die Einkommen der Vorstände von ATX Unternehmen entwickelt? 2003: 24-fache 2009: 37-fache 2019: 54-fache 2020: 57-fache (Vielfaches des Durchschnitteinkommens der Vollzeitbeschäftigten des Konzerns).

Das Vermögen der zehn reichsten Österreicher*innen wuchs von 2020 auf 2021 um 14,6 Milliarden Euro.“

Das reicht aber offensichtlich noch nicht.

Die neue Steuerreform sieht eine etappenweise Senkung der Körperschaftsteuer von 25% auf 24% im Jahr 2023 und in einem nächsten Schritt auf 23% im Jahr 2024 vor und die Regierung der Superreichen will nun auch noch die Besteuerung auf Gewinne aus Wertpapieren ersatzlos streichen.

Aber auch das reicht noch nicht.

Grosse (Corona)Krise, wenige Pleiten: Hat Österreich Unternehmen überfördert?

Die COFAG, die einen größeren Teil der Corona Wirtschaftshilfen abwickelt, hat Ende Dezember wieder Datensätze über Hilfsempfänger veröffentlicht. Von den insgesamt 41,8 Milliarden sind zur Zeit nur etwas über 10% der ausgezahlten Summe transparent, nämlich 4,3 Mrd.

Auch das nur, weil das EU-Beihilfenrecht Österreich zur Veröffentlichung staatlicher Hilfen ab 100.000 Euro ein Jahr nach der Genehmigung zwingt.

Da wird dann sichtbar, dass unter den Geförderten z.B. die Milliardäre Benko (Leiner) oder Graf (Novomatic) aufscheinen. Aber auch Multis wie Starbucks.

Das ist die eine Seite der Medaille in der Corona-Krise.

Die andere: Die Wirtschaft bricht um 6,6 Prozent ein. 1,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher waren am Höhepunkt der Pandemie arbeitslos oder in Kurzarbeit. Auf eine freie Stelle kommen neun Jobsuchende. Das Pro-Kopf-Haushaltseinkommen hat sich inflationsbereinigt um 5,8 Prozent verringert. Die Rallöhne werden auch im Jahr 2022 sinken.

Superreiche wurden mitten in der Krise also noch reicher und der Rest ärmer.

Die große Umverteilung nach oben. Vor unser aller Augen. Aber irgendwie interessiert es kaum. Es lässt sich jetzt schon voraussagen: In Zukunft werden wir in vielen Bereichen einem grossen „Einsparungsdruck“ ausgesetzt sein. Weil eben Pandemie und so.

Ebenso lässt sich voraussagen, wer die Zeche bezahlen wird.

Die Vielen und nicht die Wenigen.