Angesichts explodierender Energiepreise braucht es mehr als Mini-Entlastungs-Pakete

Als angesichts der dramatischen Entwicklungen unzureichenden Schritt bezeichnet Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien, die heute von Bürgermeister Ludwig verkündeten Maßnahmen gegen explodierende Energiepreise.

Zach: „200 Euro für Wohnbeihilfebezieher, Arbeitslose, Menschen, die Mindestsicherung beziehen, und Pensionisten mit Mindestpension ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber unzureichend. Vor allem wurde auf die laut Statistik 100.000 Working Poor, Menschen die trotz Erwerbsarbeit finanziell kaum über die Runden kommen, total vergessen.“

Zach verweist darauf, dass selbst laut Ludwig ein durchschnittlicher Haushalt aufgrund steigender Energiepreise mit Mehrkosten von 500 Euro zu rechnen habe. Und auch die Gesamtsumme erachtet Zach als viel zu niedrig: „Die gesamte `Wiener Energieunterstützung Plus´ werde angeblich rund 120 Millionen Euro kosten – Tatsache ist aber, dass Wien Energie im Jahr 2020 rund 360 Millionen Euro Gewinn gemacht hat und auch 2021 werden die Zahlen wohl nicht anders aussehen.“

Kritik gibt es von Zach zudem an der Tatsache, dass die SPÖ-Wien offenbar nicht gewillt ist, auf die Erhöhung der Mieten im Gemeindebau zu verzichten. Zach: „In Graz zeigt KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr was möglich ist. Womit konkret bewiesen ist, wie wichtig eine konsequent linke Opposition auch im Wiener Gemeinderat wäre.“