KPÖ Wien
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Autoverkehr in Wien nimmt zu

Jahr für Jahr veröffentlicht das Rathaus eine Studie zum Thema Modal Split - also darüber, wie viel Wege die Wiener und Wienerinnen mit welchen Verkehrsmitteln zurücklegen.

Der Bericht für 2013, der noch nicht offiziell veröffentlicht ist, ist für die Wiener Grünen nicht erfreulich. Der Bericht zeigt nämlich, dass der Autoverkehr in Wien im letzten Jahr zugenommen hat, während die Nutzung der Öffis leicht zurück gegangen ist. Der Fahrradanteil ist minimal gestiegen - und zwar auf 6,4 Prozent.

Das von den Grünen 2010 deklarierte Ziel, bis 2015 den Radfahranteil auf zehn Prozent zu erhöhen, wird so wohl nicht erreicht werden, obwohl Millionen-Beträge in die "Mobilitätsagentur" mit Fahrrad- und Fußgängerbeauftragten fließen.

Den grünen Verkehrssprecher Rüdiger Maresch bekümmern die Zahlen jedoch nicht. Maresch verweist auf eine Umfrage der VAV-Versicherung unter 1000 Österreichern. Laut dieser Studie - so Maresch - sind "36 Prozent der Wiener Autofahrer häufiger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs" als noch vor 3 Jahren. Na dann.

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Grüne Realitätsverweigerung

"Die Parkraumbewirtschaftung wirkt", betonte der Verkehrssprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch heute.

Blöd nur, dass die Zahlen eine andere Sprache sprechen. Das Ziel der Erweiterung der Parkraumbewirtschaft - PendlerInnen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen - wird bis dato nämlich deutlich verfehlt.

Laut offiziellen Zahlen kommen aktuell nämlich nur 109 KFZ weniger aus dem Süden und Westen nach Wien als vor Beginn der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung.

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Rot-grüner Erfolg? Öffi-Nutzung ist rückläufig

Umwelt & Verkehr"Bei den Fahrgastzahlen der Wiener Linien für das Jahr 2013 gibt es eine Überraschung: Erstmals seit zehn Jahren gibt es keinen Zuwachs bei den Öffi-Benutzern, sondern einen leichten Rückgang", so heute u.a. ORF-Online.

Konkret ist die Zahl der Fahrgäste im Vorjahr von mehr als 906 Millionen auf 900 Millionen zurückgegangen. Von 2011 auf 2012 gab es noch einen Zuwachs um 31 Millionen. Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer sieht die Ursachen u.a. im Schaltjahr 2012 und dem schlechten Wetter in den Wintermonaten 2013. Rückgänge gab es auf den U-Bahn-Linien, Bus und Bim verzeichneten Zuwächse.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Die Ausführungen von Herrn Steinbauer überzeugen mich angesichts der Fahrgast-Zuwachszahlen in den Jahren davor absolut nicht. Es ist zwar erfreulich, dass die Zahl der verkauften Jahreskarten weiter ansteigt und inzwischen knapp an der Marke von 600.000 liegt. Aber Tatsache ist zugleich, dass andere Ticketpreise 2013 erneut erhöht wurden, womit punktgenau all jene getroffen wurden, die sich aus Kostengründen eine Jahreskarte gar nicht leisten können oder leisten wollen, weil z.B. zwischen Arbeitsplatz und Wohnung nur eine geringe Distanz zu überwinden ist."

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Wiener Linien missbrauchen soziale Notwendigkeiten als Pressegag

Mit dem Jahreswechsel gibt es bei den Wr. Linien eine Neuerung in Sachen Barrierefreiheit. Behinderte Menschen dürfen ab sofort eine Begleitperson im gesamten Netz der Wiener Linien und des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) gratis mitnehmen.

Klingt sinnvoll und notwendig - Was nicht dazu gesagt wird ist, dass diese Regelung davor auch schon bestand und nichts neues ist. Diese Regelung gilt, sofern es im Behindertenpass einen Eintrag über die Notwendigkeit einer Begleitperson gibt.

In der Praxis ist es aber oft so, dass jene Personen die Menschen, die die Öffis nicht alleine benützen können, begleiten selbst eine Jahreskarte haben. Die als „Neu“ verkaufte Regelung ist daher praxisfremd und sinnlos.

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Nulltarif für Alle statt grüne Alibi-Aktivitäten

Vor einigen Tagen konnte die PR-Abteilung der Wiener Grünen wieder einen Propaganda-Coup landen. Österreich titelte "Gratis-Öffis für die neuen Stadtviertel" (siehe Foto), obwohl im Interview mit Maria Vassilakou zu lesen war, dass die Bewohner dieser neuen Stadtviertel, die sich erst in der Planungsphase befinden, einzig und allein für 1 Jahr ein Jahreskarte gratis bekommen.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Leider sind wir die einzige Partei in Wien, die seit Jahren Nulltarif auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln fordert". Eine solche Maßnahme wäre, so Zach, "aus verkehrs- und gesundheitspolitischen sowie aus ökologischen und sozialen Gesichtspunkten eine kluge und sinnvolle Maßnahme, die ehestbaldigst realisiert gehört."

Von KritikerInnen und GegenerInnen dieser Idee, die solch eine Maßnahme als unfinanzierbar bezeichnen, fordert Zach eine Hinwendung zu den Zahlen. Tatsache ist ja, so Zach, "dass schon gegenwärtig laut Jahresbericht der Wiener Linien bei Umsatzerlösen von 441 Millionen Euro (siehe Seite 4) ein Fehlbetrag von 110 Millionen entsteht, der aus Steuermitteln abgedeckt wird."

Wobei anzumerken ist, dass von den Gesamtinvestitionen (411 Mio. Euro) der Wiener Linien für das Jahr 2010 ein großer Brocken auf den Ausbau von U-Bahn-Strecken (259 Mio. Euro) entfällt (siehe Seite 53), welcher eigentlich nicht unmittelbar in das Jahresbudget eingerechnet werden sollte, da es sich dabei ja um eine Investititon in die Zukunft handelt, welche durch Bund und Stadt finanziert wird. Zudem existieren ja enorme Werte - das Anlagevermögen der Wiener Linien belief sich 2010 auf rund 6,5 Milliarden Euro.

Weiters, so Zach, müssen KritikerInnen der KPÖ-Forderung auch zur Kenntnis nehmen, dass die Kosten für Erneuerung und Wartung von Fahrschein-Automaten, den Vertrieb von Jahreskarten und die Kosten für Kontrollmaßnahmen wegfallen würden - "wobei all diese Zahlen, soweit mir bekannt, ein gut gehütetes Geheimnis sind, welches auch die Wiener Grünen nicht lüften wollen."

Zum Thema siehe auch Was gut ist, dass darf auch etwas kosten!

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Bekommt Wien eine U5?

Umwelt & VerkehrTouristInnen oder auch innerösterreichische Wien-BesucherInnen fragen sich schon lange, warum es in Wien zwar eine U4 oder eine U6 gibt, wo aber die U5 geblieben ist. Nun, so verkündete gestern SPÖ-Finanzstadträtin Brauner, soll die fehlende U5 aber schon in ein paar Jahren der Vergangenheit angehören.

Die ÖVP verwies in einer ersten Reaktion darauf, dass die Realisierung einer U5 und damit die Erschließung der Westbezirke schon lange einer Forderung der ÖVP Wien ist. Skeptisch zeigte sich ÖVP-Chef Juraczka bzgl. der geplanten Fertigstellung bis zum Jahr 2020.

FPÖ-Verkehrssprecher Mahdalik vermutet gar, dass es sich "um eine leeres Wahlkampfversprechen" handelt.

Der Landessprecher der KPÖ-Wien, Didi Zach, begrüßt die Tatsache, dass ExpertInnen und Politik über die Sinnhaftigkeit einer U5 ernsthaft nachdenken. Zach verweist jedoch darauf, dass die Realisierung des Schnellbahn-Rings um Wien, wie von der KPÖ gefordert, ebenso auf die Tagesordnung gehört.

Zach abschließend: "Und es braucht Nulltarif auf allen Öffis. Tatsache ist, dass die Einnahmen aus den Fahrkarten nur einen kleinen Teil des jährlichen Gesamtbudgets der Wiener Linien ausmachen. Und von verkehrs- und umweltpolitische Warte aus betrachtet, gibt es keine Alternative zum Nulltarif. Und Mobiltät sollte auch keine Frage des Geldes sein."

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Was meint die KPÖ zur Mariahilfer Straße neu?

Umwelt & VerkehrDa ein Artikel, der vor einigen Tagen veröffentlicht worden ist, bei einigen Interessierten zu Missverständnissen geführt hat, stellt KPÖ-Landessprecher Didi Zach klar: "Was das Prinzip betrifft, sind wir mit Grünen & SPÖ einig. In einer Stadt wie Wien braucht es mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Zudem, so unsere Meinung, braucht es einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs und Öffi-Preise, die allen Menschen in der Stadt Mobilität ermöglichen. Daher und aus verkehrs- und umweltpolitischen Gründen fordern wir ja auch seit vielen Jahren Nulltarif auf allen Öffis."

Internationale Erfahrungen, so Zach weiters, zeigen zudem, dass "Begegnungszonen", wie sie in der Mariahilfer Straße nun ausprobiert werden, durchaus möglich sind und Sinn machen.

Nicht einverstanden zeigt sich Zach jedoch mit der "Kopf-in-den-Sand-stecken-Politik" der Wiener Grünen. "Wenn Vassilakou & Friends so tun als ob die gegenwärtige Lösung ein voller Erfolg ist, so kann ich mir, wie kundgetan, angesichts der Debatten und angesichts der Probleme, die es gibt, nur auf den Kopf greifen."

Zum Thema siehe auch

  • Selbstverantwortung statt Regeln auf der Straße
  • Mobile Anarchie - wiedergegeben wird ein Kurier Bericht aus 2006, der jedoch im Original - trotz Recherche - nicht auffindbar ist.

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    Mariahilfer Straße Neu - ein voller Erfolg?

    Umwelt & VerkehrRüdiger Maresch, Verkehrssprecher der Grünen Wien, erklärte heute - ebenso wie Vizebürgermeisterin Vassilakou - die "Mariahilfer Straße Neu" einmal mehr zum vollen Erfolg.

    Maresch: "Im 6. und im 7. Bezirk gibt es durch die Mariahilfer Straße Neu in beinah allen Straßen und Gassen eine deutliche Reduktion des Autoverkehrs und damit weniger Lärm, mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität. Das lassen wir uns von der ÖVP nicht schlechtreden", so Marsch (sic!) abschließend."

    "Ich wohne weder im 6. noch im 7. Bezirk und ich hab mich bisher auch nicht auf Fact-Finding-Mission vor Ort begeben. Die intensive Berichterstattung über die Probleme bei der Mariahilfer Straße Neu, welche von den Grünen einfach ignoriert wird, deutet aber darauf hin, dass Maresch, Vassilakou & Co im doch eher abgeschiedenen und beschaulichen Gramatneusiedl wohnen & arbeiten", so KPÖ-Landessprecher Didi Zach.

    Zach weiters: "Ich höre ziemlich viel Radio - und da ist in den Verkehrsnachrichten nun auch immer viel von Staus rund um die Mariahilfer Straße die Rede. Aber vielleicht sitzen in der Verkehrsfunk-Abteilung des ORF-Wien ja lauter übelwollende FPÖ- und ÖVP-Funktionäre, die die Fakten manipulieren. Maresch & Vassilakou werden sicher bald Beweise dafür erbringen."

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    Fluglärm: OGH gibt Opfer recht

    Umwelt & VerkehrKlagen auch gegen Flughafen, Land und Republik sind möglich.

    Es ist kaum zu glauben: Eine von Fluglärm Geschädigte bekam vom Obersten Gerichtshof (=OGH) eine Entschädigung zugesprochen. Die Frau hatte geklagt und dieser bestätigte, dass ihr Grundstück durch die permanenten Überflüge an Wert verloren habe.

    Diese Klage basierte auch auf dem Umstand, dass der Airport mehrfach erweitert worden war, ohne dass jemals eine Umweltverträglichkeitsprüfung (=UVP) stattgefunden hätte.

    Die Airport-Chefs schäumen und streiten die Berechtigung dieses Urteils ab. Kein Wunder, sie sind gewohnt, bei allem, was sie geleistet bzw. sich geleistet haben, ungeschoren davon zu kommen. Sogar gescheiterte und entlassene Flughafenmanager werden nicht nur großzügig abgefertigt, sondern stellen Ansprüche auf satte Beratungshonorare und landen meist auf gut dotierten Jobs, so auch im Schoß der Gemeinde Wien.

    Um weiter zu lesen, auf das (linke) Kaktusbild klicken!

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    Politik sollte mehr sein als billige PR-Gags

    Die Gratiszeitung Heute (siehe Foto) jubelte am 2. August über geplante Intervallverdichtungen bei den Wiener Öffis und die zuständige Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sprach gar von einer Fortsetzung der Öffi-Offensive.

    KPÖ-Landessprecher Didi Zach: "Die Intervallverdichtungen auf wichtigen U-Bahn-Linien zu den Stoßzeiten sind begrüßenswert. Genauso wie der Ausbau der Radwege begrüßenswert ist. Doch zugleich muss ich die Verkehrsstadträtin daran erinnern, dass die Bepinselung einiger Radwege mit grüner Farbe, welche sich als totaler Flop erweist, 10 Millionen Euro kostet, während die nun bejubelte Intervallverdichtung bei Öffis gerade mal 11 Millionen Euro kostet. Ich bezweifle, dass da die Relationen stimmen."

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