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Ärzte Protest: Wird die 2-Klassen-Medizin bald Realität?

Nachdem bei einer Urabstimmung die Wiener KAV-ÄrztInnen mit fast 90 Prozent gegen ein neues Arbeitszeit- und Besoldungssystem gestimmt haben, fand gestern im AKH eine Betriebsversammlung statt - Operationen wurden abgesagt, Ambulanzen blieben geschlossen.

Tatsache ist, dass die Frustration der SpitalsärztInnen aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen in den Spitälern groß ist. Und auch immer mehr Patienten spüren und erkennen, dass im Gesundheitsbereich in Wien längst nicht alles paletti ist - lange Wartezeiten in den Ambulanzen und lange Wartezeiten bei Operationsterminen gehören schon zur Tagesordnung.

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KAV will mehr als 10 Prozent der ÄrztInnen in Wiens Spitälern einsparen

GesundheitWie kürzlich bekannt wurde ist geplant, in Wien 382 Spitalsärzte und Ärztinnen einzusparen. Das ärztliche Personal im KAV würde sich damit bis 2018 um mehr als zehn Prozent verringern.

Hintergrund ist die Umsetzung der neuen Arbeitszeit-Regelung für SpitalsärztInnen. Laut Kurier-Bericht sorgt die geplante Einsparungswelle unter den KAV-ÄrztInnenen für Empörung: „Wien ist das einzige Bundesland, das meint, mit weniger Ärzten auskommen zu können. Es ist absurd zu glauben, dass diese Maßnahme nicht zu einer Arbeitszeit-Verdichtung und Leistungseinschränkungen führen werden“, sagt Gernot Rainer von der neuen Ärztegewerkschaft Asklepios. „Für die Patientenversorgung ist das jedenfalls ein Desaster“, warnt der Mediziner.

Beim KAV bestätigt man die geplante Maßnahme. "Am Leistungsgeschehen insgesamt ändert sich aber nichts", denn die schrittweise Reduktion erfolgt durch die Nicht-Nachbesetzung von Abgängen (z.B. Pensionierungen). "Kein Arzt wird gekündigt", betont der KAV-Sprecher.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Ich habe das Glück, dass ich nur sehr selten Spitäler von Innen zu Gesicht bekomme. Laut Berichten von Betroffenen wie auch laut der Medienberichterstattung ist die Situation in Wiens Spitälern aber schon jetzt alles andere als rosig - lange Wartezeiten in Ambulanzen und bei Operationen sind auf der Tagesordnung. Zu behaupten die Nicht-Nachbesetzung von 382 Dienstposten würde keine negativen Auswirkungen haben ist jenseitig - der KAV-Sprecher benötigt offenbar dringendst zumindest eine Supervision."

Zum Thema siehe auch Einige Anmerkungen zur Gesundheitspolitik

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Einige Anmerkungen zur Gesundheitspolitik

GesundheitIn den Medien war in den letzten Wochen und Monaten immer wieder von einem schon existierenden und sich in Zukunft verschärfenden Ärztemangel zu lesen. Oft, so berichtete die Tageszeitung "Der Kurier" im August dieses Jahres, "brauche es Jahre, um eine freie Stelle (am Land) neu zu besetzen".

Laut Kurier-Bericht hat mittlerweile aber sogar die Millionenstadt Wien mit einem Mangel an Kassenärzten und Ärztinnen zu kämpfen: "2013 gab es 48 Ausschreibungen für Allgemeinmedizin-Stellen. Für zehn gab es nur je einen, für sieben Stellen gar keinen Bewerber", rechnet (der Wiener) Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres vor. Selbst für Facharztstellen gebe es bereits Nachbesetzungsprobleme. Angesichts des enormen Bevölkerungswachstums der Stadt und der bevorstehenden Pensionierungswelle unter den Kollegen werde sich der Engpass in den nächsten Jahren noch dramatisch verschlimmern", denn in Wien, so Szekeres im November, "sind von den ungefähr 1400 niedergelassenen Allgemeinmedizinern 340 älter als 61 Jahre, aber nur 19 sind jünger als 35 Jahre."

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Wien macht sein Rettungswesen zukunftsfit

Gesundheit"Der Versuch, das perfekt funktionierende Rettungswesen in Wien in Frage zu stellen und die Bevölkerung zu verunsichern, deckt sich in keiner Hinsicht mit den Tatsachen", so SPÖ-Gemeinderat und Gesundheitssprecher Kurt Wagner letzte Woche im Rahmen der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat.

Vorangegangen war dem eine FPÖ-Stellungnahme, die kritisierte, dass es bei der Wiener Berufsrettung Einsparungen gebe.

Tatsache ist, dass der 24-Stundendienst im Rettungswesen aufgrund einer arbeitsrechtlichen Vorgabe durch den 12,5 Stunden Dienst ersetzt werden muss. Und richtig ist, dass diese Umstellung nicht unbedingt auf ungeteilte Zustimmung bei den Bediensteten stößt, da die Betroffenen durch die Stundenreduktion massive Gehaltsverluste befürchten - wobei Details zur Zeit noch unklar sind.

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Viel Arbeit, wenig Kraft – Weitere Mehrbelastungen für die Pflegekräfte im Wiener Krankenanstaltenverbund geplant!

Der jetzt schon bestehende Mangel an ÄrztInnen im öffentlichen Gesundheitssystem – und da vor allem in den Spitälern - wird sich in Zukunft noch vermehren. Arbeitszeiten in den Krankenanstalten von 70 Stunden in der Woche sind durch eine neue EU-Richtlinie bald nicht mehr erlaubt, höchstens 48 Stunden pro Woche dürfen es in Zukunft sein. Zudem erfordert ein neues Ausbildungsschema für angehende ÄrztInnen, dass sie im Rahmen ihres Turnusdienstes nicht mehr zum Großteil für Routinetätigkeiten (Infusionen anhängen, Spritzen geben, usw.) eingesetzt werden können. Schlagend werden diese Änderungen schon im nächsten Jahr.

Eine Analyse von Patrick Kaiser, Dipl. Krankenpfleger im KAV Wien

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AKH-Ärzte planen Streik

Gesundheit Sparen, sparen, sparen - so das Motto der Regierung. Und es soll noch mehr gespart werden - vor allem bei den Bereichen Pensionen und Gesundheit sehen angebliche Experten einiges an Einsparungspotential. Was durchaus möglich sein kann - andererseits ist die Situation aber schon heute in vielen Bereichen untragbar.

Tatsache ist z.B., dass das AKH, das zweitgrößte Krankenhaus der Welt, kurz vor dem Kollaps steht, da schon jetzt die Finanzmittel nicht ausreichen, um einen reibungslosen Betrieb aufrecht zu erhalten.

9 Millionen Euro fehlen dem AKH zur Zeit im Budget, für 2013 wird das Defizit mit 30 Millionen veranschlagt. 6 Millionen, so die Idee, sollen 2012 durch das Einsparen von 180 Dienststellen und 24 Nachtdiensträder lukriert werden. Woher die restlichen fehlenden Mittel, die sich 2013 immerhin auf 24 Millionen Euro belaufen werden, kommen sollen, ist unklar. Für die Finanzierung zuständig ist die Republik bzw. die Medizinische Universität, die ihre Mittel vom Bund erhält.

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Steht das AKH vor dem Kollaps?

Gesundheit"Das Budget 2012 ist ein guter Mix aus Sparsamkeit und gezielten Investitionen in die Zukunft - in Bildung, Forschung und Gesundheit", so SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser, die auch stellvertretende ÖGB-Bundesvorsitzende ist, vor wenigen Tagen.

Dem Gesundheitsminister, so Oberhauser, stehen 2012 mit 946 Millionen Euro mehr Mittel als 2011 (868,2 Millionen Euro) zur Verfügung. Mit diesem Budget könne auch "unser gut funktionierendes Gesundheitssystem abgesichert und weiter ausgebaut werden", so Oberhauser weiters.

Warum dann das Wiener AKH, welches aus Bundesgeldern finanziert wird, trotzdem anscheinend vor dem Kollaps steht, bleibt unklar.

Fakt ist jedenfalls, dass sich die Medizinische Universität Wien aus budgetären Gründen gezwungen sieht, 180 Dienststellen und Verträge einzusparen. Zudem sollen 24 von zur Zeit 171 Nachtdiensträdern gestrichen werden, was zu einer massiven Mehrbelastung der diensthabenden Ärzte führen würde. Damit, so die Wiener Ärztekammer, "ist der ordnungsgemäße Betrieb in Mitteleuropas größtem Krankenhaus nicht mehr gewährleistet".

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„Es ist Zeit, es ist Zeit, es ist Zeit für Menschlichkeit“

GesundheitÜber 1.500 Bedienstete des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) demonstrierten am Mittwoch beim Wiener Rathaus gegen die Einsparungen im Gesundheitsbereich. Ärztinnen und Ärzte und das Pflegepersonal machten auf die mittlerweile untragbaren Arbeitsbedingungen in den Wiener Krankenanstalten aufmerksam.

Alleine am Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) sind rund 300 benötigte Pflegedienstposten unbesetzt, so Josef Zellhofer von der Personalvertretung. „Der Leistungsdruck wird immer höher, das Personal wird immer weniger“.

Zum Thema siehe auch Spitäler-Gewerkschafter zündeln beim Rathaus"

Die Website Gemeinsam Verantwortung. Für unsere Gesundheit

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KAV-Generaldirektor plädiert für 20 % Kürzung der Operationen

GesundheitVor einigen Tagen wurde bekannt, dass sich der Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes "für eine 20prozentige Kürzung der Leistungen ab dem 1. Oktober 2011" - konkret sollen 20 Prozent (!) weniger planbare Operationen durchgeführt werden - ausspricht, was wohl eine drastische Verschlechterung des Wiener Gesundheitssystems zur Folge hätte.

Ärztekammerpräsident Walter Dorner kritisierte, dass die ökonomische Maxime des KAV offenbar laute: "Wer Patienten aussperrt, der spart!" Der Ärztekammerpräsident befürchtet, dass "die Nichtauslastung von Kapazitäten direkt in eine echte Zwei-Klassen-Medizin führen werde".

Dorner kritisiert zudem die Streichung von Turnusarztstellen und das Hinauszögern von Nachbesetzungen.

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Beschäftigte des Gesundheits- und Sozialbereiches machen mobil

Die etwa 80.000 Beschäftigten des privaten Gesundheits- und Sozialbereiches machen Druck für einen angemessenen Kollektivvertragsabschluss. Die bisherigen Verhandlungen der Gewerkschaft GPA-djp und der Gewerkschaft vida mit der Berufsvereinigung der Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialbereich (BAGS) blieben bislang ohne Ergebnis.

Aktionstag am 14. Jänner 2010
Treffpunkt: 14 Uhr, Museumsquartier
Abschlusskundgebung am Ballhausplatz

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Ärtzekammer bestätigt Kritik von KPÖ und GLB

GesundheitDie Ärztekammer kritisiert massiv den Schuldenstand der österreichischen Wirtschaft gegenüber den Krankenkassen von fast einer Milliarde Euro. Für Ärztekammerpräsident Walter Dorner ist es "schlicht und einfach inakzeptabel", dass die Krankenkassen fortlaufend versicherungsfremde Leistungen zu erbringen hätten und auf der anderen Seite österreichische Firmen ihren sozialrechtlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und so das Defizit der Krankenkassen in Österreich erst ermöglichten.

Allein der Wiener Gebietskrankenkasse schulden Österreichs Firmen 346 Millionen Euro. Dorner: "Mit Zahlung dieser ausstehenden Gelder würde sich auf einen Schlag der Abgang der Wiener Gebietskrankenkasse bereits mehr als halbieren."

GLB-Statement zum Thema vom 9. November

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Wien zahlt am wenigsten Pflegegeld

In Wien beträgt das durchschnittlich pro Jahr und Person ausbezahlte Pflegegeld nur 4.354 Euro. In allen anderen Bundesländern kommt es zu deutlich höheren Auszahlungen. Der Vergleich zeigt, dass in Vorarlberg der/die durchschnittliche BezieherIn pro Jahr 1.218 Euro mehr erhält. Wien drückt dadurch nicht nur den bundesweiten Durchschnitt, sondern unterschreitet diesen sogar um knapp 300 Euro.

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Zukunft Gesundheit

Das neue Buch von Martin Rümmele (Co-Autor Andreas Freitag) fordert einen radikalen Richtungswechsel in der Gesundheitspolitik: Das Ziel darf nicht sein, Krankheit zu verwalten. Ziel muss sein, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern. Dazu müssen soziale Ungleichheiten abgebaut, die Umwelt geschützt, die Menschen vor den Folgen von Krankheit abgesichert, die Bildungssysteme ausgebaut und Wohlstand gerechter verteilt werden.

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Aus 60 mach 16 - Kahlschlag bei Röntgeninstituten droht

Gesundheit Auch die Donaustadt betroffen?

Aus "Wien heute" konnte man von einem Plan erfahren, der vorsieht, dass 3/4 aller Radiologen-Praxen Wiens in naher Zukunft zusperren sollten.

Ein solches Projekt werde von der Wirtschafts-, Ärztekammer gemeinsam mit den Krankenkassen betrieben und wird als "Sicherung der flächendeckenden medizinischen Versorgung" verkauft. Sollte dieser Plan Wirklichkeit werden würde das für viele FachärztInnen das Aus und für die PatientIinnen längere Wartezeiten und Anfahrtswege bedeuten.

Natürlich stellt sich uns auch die Frage, wie weit die Donaustadt von diesen Plänen betroffen wäre...

Gesundheits-Stadrätin Wehsely erklärt sich namens der Gemeinde für "nicht zuständig". Nach ihrer Ansicht könne sich die Stadtverwaltung hier nicht einmischen. Die SPÖ-Stadtspitze will sich also bei der medizinischen Bersorgung der Bevölkerung aus der Verantwortung stehlen.

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Kinderpsychiatrie: Großraum Wien Floridsdorf und Donaustadt ist abgeschrieben worden!

GesundheitSonderpädagogische LehrerInnen aus der Donaustadt wehren sich gegen Einsparungen bei der Kinderpsychiatrie

Die an das durch einen privaten Trägerverein finanzierte „FamilienRAThaus“ angeschlossene Tagesklinik für psychisch auffällige Kinder und Jugendliche in der Anton Bosch-Gasse in Wien Floridsdorf ist Ende Juni geschlossen worden. Das berichtet der AUGUSTIN (Die erste österreichische Boulevardzeitung) in ihrer jüngsten Ausgabe. Von der Gemeinde Wien zugesagte Subventionen für die Tagesklinik blieben aus.

Dass der Großraum Wien Nord-Ost auf Grund seines großen Bevölkerungswachstums, in kinderpsychiatrischer Hinsicht als „generell unterversorgt“ gilt, scheint dabei den politisch Verantwortlichen keine Rolle zu spielen.

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